Kunsthandwerkliche Verkaufsausstellung mit familiärem Flair
Gleich neun ambitionierte Künstler nahmen am Sonnabend und Sonntag die hohen einladenden Räume des Schönberger
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Kunsthandwerkerhauses "in Beschlag". Besitzer Michael Dulski gab großzügig "grünes Licht" und - nicht lange gezögert - räumten und gestalteten sie, entschlossen den eigenen Vorstellungen folgend, am vergangenen Wochenende nach Herzenslust die alte "Probsteier Handweberei" um. Anschließend präsentierten sie in den reichlich vorhandenen Nischen des ehemaligen Schönberger Rathauses (bis 1983) ihre liebevoll erarbeiteten Werke. Eine herzliche, ungezwungene und familiär anmutende Atmosphäre erwartete den kunsthandwerklich
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interessierten Besucher. Kaum eingetreten verzückte zudem der anregende Duft frisch gebrühten Kaffees und eine kleine aber feine Auswahl köstlicher Torten, eigens für diesen Anlass zubereitet von den Probsteier Landfrauen. Sich genüsslich im "Werkstatt-Café" stärkend, bestaunte man in aller Ruhe die aktuellen klein- und großformatigen, meist maritim beseelten Gemälde der Kielerin Gaby Reimers, deren sowohl in Motiv als auch bevorzugter Technik wechselnden Ausstellungen sich mittlerweile im Kunsthandwerkerhaus etabliert haben. Ein Blick in den angrenzenden, festlich beleuchteten großen Webraum verführte jedoch bald zu weiteren Erkundungen. Hier waren gleich vier permanent gut gelaunte Künstler am Werk: Das Hohenfelder Ehepaar, die Bildhauerin Marlene Trautwein-Viergutz und Kunsthandwerker Olaf Viergutz, vereinen in ihrem vielfältigen "Repertoire" filigran gedrechselte Kunstwerke wie Pilze und Vögel, über lustig bemalte, "ganzjährig taugliche" Zwerge und Wichtelmänner bis hin zu wuchtigen beeindruckenden Holzobjekten. Allzeit zu einem netten Pläuschchen bereit, ergab sich so manche intensivere Unterhaltung und Kontakte wurden geknüpft. Gleich nebenan, zwischen den überdimensionalen faszinierenden Webstühlen wie eingekuschelt, boten Lore Klingbeil mit Cousine Christine Maerz  aus Schwartbuck drollige Teddys und ansprechende Strick- sowie Häkelarbeiten, farbenfrohe Patchwork-Artikel und selbstgestaltete Grußkarten feil. Weiter ging die
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Entdeckungstour in den lichtdurchfluteten großzügigen Arbeits- und Vorführungsraum der hier permanent wirkenden Goldschmiedemeisterin Heide Riedel, die parallel in ihrer Holmer Galerie bemerkenswerte Gold- und Silber-Kostbarkeiten ausstellt. Auf dem Weg in das letzte noch zu besichtigende Zimmer des Kunsthandwerkerhauses konnten viele Besucher nicht umhin, die aufwändig handgewebten Stoffe und Kleidungsstücke zu bestaunen und diese nicht nur
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sinngemäß zu "begreifen". Hier ergab sich dann auch gleich ein Gespräch mit Edith Markmann. Die rührige Brodersdorferin ist seit langer Zeit passionierte Künstlerin, betreibt in eigenem Hause ein Atelier und lebt für ihre stimmungsvolle Malerei und die entzückenden tönernen Kleinode, die sie in gezielter Auswahl stolz vorstellte. Besonders das possierliche Rotkehlchen und ihr einzigartig gelungener blauer "Kleiber, - Vogel des Jahres" erregte das Interesse des Betrachters. Doch nach
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einem kurzen Blick um die Ecke sah man sich bereits neuen Herausforderungen entgegen. Zart durchscheinende und blütenfarbig durchflutete Seidenstoffe, kunstvoll bemalt von Stephanie Gerhardt aus Wisch gaben dem Raum einen warmen sonnigen Schein und rückten die skurrilen Objekte und einzigartigen großformatigen "Momentaufnahmen" des Schönberger Tausendsassas Rudolf Thiel ins rechte Licht. Auch die in Angedenken seiner Mutter von  Michael Dulski liebevoll gehegten und sorgfältig gepflegten Kunsthandwerksarbeiten von Paula Müller-Rückert fanden hier - wie in auch allen anderen Räumen - ihren Ehrenplatz und die entsprechende Anerkennung.
Informationen über das Schönberger Kunsthandwerkerhaus erhält man unter www.probsteier-handweberei.de.