Einen besseren und
fröhlicheren Einstieg in die umfangreiche und
qualitativ hochwertige Reihe der
Open-Air-Sommerveranstaltungen der Gemeinde
Schönberg kann man sich kaum
vorstellen. Am vergangenen Freitag genossen 400
Gäste bei traumhaften Sommertemperaturen ein
fantastisches Live-Konzert der Heringsdorfer Formation
"Get Wet". Seit 1987 musizieren die
fünf "Schottenrocker" zusammen:
Sänger und Gitarrist Michael Piotrowski (Pio), im
wahren Leben Besitzer einer Mediathek; Bassist Stefan
Robert Hensch (Henschi), nicht
nur beruflich "Freund und
Helfer"; Keyboarder Rolf Seegen (Rolle),
Diplom-Sozialpädagoge/Sozialarbeiter und
Musiktherapeut; Gitarrist Michael Görlitz (Micha),
Lehrer an einer Schule für Geistigbehinderte sowie
Drummer Ronald Groen (Ronny), Erzieher in der
Realität, überzeugten mit Witz, Charme,
hervorragender Musikalität und ihrer ganz
speziellen Stilrichtung "Scottish
Highlandbeat" sowohl Rock- als auch Folkfans. Ob
in farbenfrohen Karohosen, roten oder schwarzen Kilts,
sie machten allesamt bei mitreißender
Bühnenshow eine gute Figur und extrem gute Musik.
Durch fröhliche und interessante
Anmoderation ihrer vielen, sowohl
in Text als auch Melodie sehr eigenen Songs,
informierten sie ganz nebenbei über deren
Entstehungsgeschichte, damit verbundene Assoziationen
oder verblüffende
"Hintergründigkeit". Da geht's um
Schimmel-Erscheinungen im Morgengrauen "das Pferd
ist gemeint" und einen Biwak im Februar:
"Warum?" "Weil's besser ist!", und
passend den Song dazu "Out in the field". Ein
Titel, der einst Bassist "Henschis"
Liebeskummer bewältigen half, lautet: "For
the last time, I've been in love". -
Mittlerweile drückt ihm seine "bessere
Hälfte" im Publikum die Daumen und sein
dreijähriger Sohnemann Marten eine kleine blaue
Gitarre liebevoll an sich -. Man sorgt sich um
Menschen, die sonntags früh um fünf Uhr
aufstehen, um anschließend auf das
Frühstück um neun zu warten: "What's
your life about". Da geht's um
Schlümpfe: "Die sind immer blau, die haben's
gut…" und um einen Song, wie speziell
für "Hooligans" geschrieben: "We
are living for today"… Zwischendurch werden
alte Bekannte im Publikum entdeckt: "Was machst
hier, Armin?" Antwort des Angesprochenen:
"Mal
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gucken!" Mit Verweis auf das
tragikomische Buch von Autor Heinz Strunk "Fleisch
ist mein Gemüse" (Zitat):
""Tanzmusik ist weder cool noch sexy.
Tanzmusik hat nichts mit Kunst zu tun, sie hat noch
nicht einmal besonders viel mit Musik zu tun. Sie ist
die dritte Welt der Musik" unterstreichen sie die
totale Identifikation mit "ihrer" Musik und
nicht zuletzt ihre Authentizität
im "Einsatz vor Ort".
"Wir machen, seit wir das Buch gelesen haben,
einiges anders…, wir wollen Spaß
haben!" Und daran, dass sie ihn haben und ihn
perfekt vermitteln, konnte wahrlich keiner der
begeisterten Zuhörerschaft bezweifeln. Der
positive Funke sprang sofort auf das Publikum über
und niemand wollte sich dem heiteren Spektakel
entziehen.
Noch die Worte des hoffnungslos ob
der Abendröte verzückten Moderators Pio im
Ohr: "Wo die Sonne untergeht, ohne mich zu
blenden, und die Sonne hängt da einfach so
geil…" sandte die fabelhafte
Highlandbeat-Formation mit "Once in a
lifetime" nach diversen Zugaben die begeisterten
Besucher leise vor sich hin summend und best gelaunt in
die dunkle Nacht hinaus… Alte und neue Fans
können sich im Internet unter www.highlandbeat.de
weitergehend informieren.
Und "Beat auf Beat" geht
es weiter im umfangreichen Open Air Live-Musik
Kultursommer : Heute Abend, um 19.30 Uhr, wird die
charismatische "Savoy Dixieland Jazzband" mit
viel Temperament am Tourist-Service in Kalifornien die
beliebte Sommerbühnen-Saison eröffnen. Am
Donnerstag, 5. Juli, ab 20 Uhr, wird Martin Kubatzki
mit Oldies der 70er und 80er Jahre die Besucher
an den Fischerhütten am
Schönberger Strand auf "Die Commitments"
einstimmen. Die Vorführung beginnt ab Einbruch der
Dunkelheit. Der Film behandelt den Aufstieg und Fall
einer Band im Arbeiterviertel Dublins, und zwar in sehr
direkter und auch amüsanter Form, da alle
Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen
gezeigt werden. Am Freitag, 8. Juli, um 19.30 Uhr wird
erneut der Seebrückenvorplatz Schauplatz des
Geschehens sein. Und es lohnt sich zu kommen: "So
What", eine großartige
Jazz-Groove-Vocal-Formation hat bereits im vergangenen
Jahr bewiesen, dass sie garantiert nicht mit
Gleichgültigkeit wohl aber sehr entspannt eine
musikalisch und visuell beeindruckende Performance
liefert.
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