"Neptun" entdeckt und "Nemo" gefunden - Besucherrekord bei faszinierender Filmnacht an den Fischerhütten
"Das gibt's nur auf der Reeperbahn bei Nacht." Von wegen. Der Besucheransturm bei den Fischerhütten stellte so manches unvergleichlich in den Schatten. Hunderte Hör- und Schaulustige drängten am Donnerstag auf den beliebten Veranstaltungsplatz. Sie kuschelten sich unter die großen Marktschirme, hockten auf eigens mitgebrachten Decken im Gras oder auf praktischen Klappstühlen, dort, wo noch ein seltenes Plätzchen "mit Aussicht" zu ergattern war. Damit hatten die Veranstalter Fischer Kruse sowie die Gemeinde Schönberg nicht gerechnet. Denn der Himmel hing voller schwarzer Gewitterwolken, was, im Normalfall und natürlich gut nachvollziehbar, viele Besucher abschreckt. Doch nicht so bei dieser Open Air-Filmnacht! Auch im Vorfeld des Live-Events mussten die Veranstalter bereits kurzfristig umdisponieren. Denn "De Schotenrieter" konnten wegen Krankheit einiger Sänger nicht kommen. Zum Glück
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sprang der Shantychor "Neptun" vom Nord-Ostseekanal ein und die Veranstaltung schien gerettet. Und nun diese unheimlichen Wolken…
Zunächst tröpfelte es nur verhalten und das Programm
startete mit maritimen Leckerbissen, nicht nur kulinarischen von Fischer Kruse, sondern auch musikalischen, hervorragend vorgetragen von "Neptun". Mit "Schön ist die Liebe im Hafen", "Seemann, deine Heimat ist das Meer" und einer frischen und fröhlichen
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Moderation eroberte "Neptun" im Handumdrehen die Sympathien aller Zuhörer. Etliche Zugaben wurden eingefordert und nur zu gern gegeben. "Der Beifall ist natürlich das Brot des Künstlers - aber irgendwann müssen wir doch wieder zu Muttern nach Haus!", versuchte schließlich Ewald Voss das Musikprogramm zum Abschluss zu bringen. "Außerdem muss jetzt "Nemo" noch gefunden werden", fügte er schlitzohrig hinzu. Das überzeugte. Trotz der "späten Stunde" und dem nach wie vor bedrohlich anmutenden Himmel strömten weiterhin ganze Familienverbände vom Deich vor die Fischerhütten. Die Menge der geduldig auf "ihren" Film wartenden Kinder war überwältigend und es wurden noch mehr Bankreihen direkt vor die Bühne
geschoben. Dann ging's endlich los mit der Filmvorführung und Clownfisch "Nemos" Vater Marlin startete mit der schusseligen Fischdame Dory die abenteuerliche Suche nach seinem verschollenen Sprössling. Während abstinente Haie gegen "fischliche" Rückfälle kämpften und hektische Möwen gierig: "Meins,meins,meins…", forderten, verwandelte sich der
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nächtliche Himmel in eine gigantische Bühne der gespenstischen Art. Rechts und links vom  Schönberger Strand tobten mit rotem Blitz und grollendem Donner nicht enden wollende Gewitter. Seltsamerweise schien dieses Naturschauspiel niemanden der Anwesenden weiter zu beunruhigen. Klein und Groß begrüßten es scheinbar als ganz besondere Kulisse zum Film. Auch direkt über dem Strand schauten klare Sterne, gänzlich unbeeindruckt ob des Unwetters in Ost und West, mit sanftem Glanz hinunter auf die grandiose, für alle Beteiligten sicher unvergessliche Open Air- Filmnacht.