Was wäre "Beach and
Fun" ohne seinen unüberhörbaren
Abschluss? Und der von den Organisatoren
gewählte Name "Rocknight" hielt
was er
versprach. Drei Bands gaben ihr
Bestes. Scheinbar gänzlich unbeeindruckt ob der
stimmgewaltigen "Rockworx" und der
kampferprobten stilsicheren Lokalmatadoren"The
Crew", mischte ganz tapfer auch die
Schönberger Formation "No!Reason", die
erst seit einem guten halben Jahr zusammen probt, im
rockigen Reigen mit. Mit melodischem Karacho
überzeugte ab 19 Uhr dann lautstark und mit viel
Power die Kieler Rockband "Rockworx" das
neugierige Publikum. Diese talentierte Formation machte
ihren Namen zum Programm und vereinte die letzten drei
Jahrzehnte des Rock'n Roll und Pop auf unnachahmliche
Weise in einer grandiosen geballten Ladung
Musikalität, Geradlinigkeit und präzisen
exzellenten Gitarrenriffs, die zielsicher durch Mark
und Bein drangen, das
Trommelfell aufs
Äußerste forderten und Lust auf viel mehr
davon machten. Eine Flucht war nicht möglich, denn
diese Band fesselte jeden, der sich auch nur
annähernd für Rockmusik interessierte, zog
ihn wie paralysiert in ihren Bann und vereitelte so
jeden Versuch sich davon zu machen. Sogar Schmusesongs
wie Frank Farians "Daddy Cool", ehemals
Welthit von "Boney M.", bekamen ihren
fetten Sound weg und mutierten in gekonnter
Metal-Version zu heftigen Headbanging-Songs. Auch
"The Crew", die ebenso wie
"Rockworx" den fantastischen
Ausnahme-Sänger Tomas Rönnebek (Rönne)
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als Bandmitglied und Freund zu
schätzen wissen und der mit den Worten " Na,
aus Los Angeles vom Bühnenshow-Seminar
zurück", liebevoll von "Rockworx"
übernommen wurde, gab so richtig Gas und war wie
immer ein Garant für das was Rock`n Roll ausmacht:
straight, cool und ohne Kompromisse. Mit Hinweis auf
die zeitgleichen weltweiten Live-8-Konzerte, bei denen
auch "Roxy
Musik" mitwirkten, performte
die Schönberger Formation unter anderem
"Let's Stick Together" und stellte so manche
berühmte Band in den Schatten. Für viele Fans
jedoch, war eindeutiger Höhepunkt das "Rocky
Horror Special", bei dem "Rönne"
regelrecht und regelmäßig über sich
hinauswächst und eine unheimliche Wandlung in den
"Sweet Transvestite"
vollzieht. Bis Mitternacht
verlangten die tanzenden und begeistert applaudierenden
Fans Zugaben von ihrer favorisierten Band, und
feierten den tollen Auftritt bei Abbas
"Ring, Ring" als fetziges Rockcover, Deep
Purples "Smoke on the Water" oder Bob Dylans
"Knockin' on Heavens Door" mit leuchtenden
Augen und in dunkler Nacht stimmungsvoll lodernden
Feuerzeugen.
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