Sommerpartylaune bei „Salsa“ und „ChaChaCha“
Lateinamerikanische Rhythmen lockten in die Fußgängerzone
Nicht nur bei der Namensfindung waren die Veranstalter des ganztägigen Spektakels am vergangenen Sonnabend sehr kreativ: Ob „Erstes Schönberger Dorffest“ oder „Erstes Schönberger Cityfest“, die Besucher in der
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Fußgängerzone feierten schließlich eine „Schönberger Sommerparty“ ganz ohne „Erste“. Doch egal wie man dieses Kind nannte, es wurde seinem Namen gerecht. Die Veranstalter Wolfgang Hansen und das Schönberger „Bahnhofshotel“ stellten eine überschaubare aber gelungene Mischung aus gastronomischen und musikalischen Angeboten zusammen, die sowohl die Dorffest- als auch Cityfest-Interessierten in Sommerpartylaune versetzten. Den Tag über war der Zulauf zugegebenermaßen noch recht verhalten, denn die endlich wieder erreichten
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Hochsommertemperaturen lockten wie magisch an den Strand. Viele nutzten diese eventuell letzte Gelegenheit, die kühlen Fluten der Ostsee zu genießen und zogen es vor, erst am Abend den Schön- berger Ortskern zu erstürmen. „DJ Lupo“, der den heißen Tag über seinem Plattenteller pausenlos Ohrwürmer entlockte, hatte ebenso wie die Betreiber der gastro- nomischen Stände wie der hervorstechende Döner-Leuchtturm, das bunte Kartoffelhäuschen, die kleine Marktbäckerei, der rote Schwenkgrill oder auch der Irrgarten-Pizzabäcker Verständnis für den mageren „Ansturm“ und nahm die
Situation gelassen hin. Doch ab 20 Uhr kam, wie erwartet, dann doch der große Ansturm und die Sommerparty konnte steigen. Die Gastonomen krempelten die Ärmel hoch und kamen mit Ausschank und Zubereitung von lukullischen Leckereien kaum nach. Bei „Guantanamera“, dem wohl bekanntesten lateinamerikanischen Lied, hervorragend interpretiert von den vier „Los Muchachos Paraguayos“ nahm der Abend seinen temperamentvollen Anfang. Viele Kinder eroberten den Fuß des Bühnenwagens und spätestens bei „Karneval in Rio“ wurde lautstark das „Ayayayay…“ mit geschmettert. Die ersten
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Tänzerinnen wiegten sich hingebungsvoll zu Salsa-, Rumba-, und ChaChaCha-Rhythmen und die Kleinen waren eifrig bemüht, in die Hände klatschend den Takt zu halten. Die großartige Formation um den Harfenisten Luiz Gilberto Baruá übertrug mit sämtlichen Facetten, die die feurige lateinamerikanische Musik zu bieten hat, ihr Lebensgefühl absolut authentisch auf die faszinierten Besucher und gab der Veranstaltung durch stimmige Anmoderation zudem eine ganz besondere Note. „Eine Frau bat mich: ‚Anibal, kannst du mir etwas singen? Etwas Romantisches…, etwas Schönes?“ Sänger und Gitarrist Anibal Portillo, gebürtiger Paraguayaner, wusste darauf natürlich die passende musikalische Antwort: „Bésame, bésame mucho …“. Auch Joachim Bruhns aus Hohenfelde, Inhaber des originellen rollenden „Kartoffelhäuschens“ war so begeistert von der großartigen Formation, dass er nicht umhin konnte, seine knusprigen Kartoffelpuffer kurzfristig links liegen zu lassen, um ein paar Erinnerungsfotos zu knipsen. Bei „Que sera, sera“ ging die schöne und gelungene Sommerparty dann langsam ihrem Ende zu und die Besucher schlenderten leise und zufrieden vor sich hinsummend heim in ihr nordisches Domizil.