Lasse Marx ist 1979 geboren und in
Lutterbek aufgewachsen. Seine schulische Laufbahn
verlief eher unkon-ventionell und nach deren Beendigung
arbeitete er in verschie-denen Berufen. Dank seiner
liberalen Eltern wurde ihm ermöglicht, was
längst nicht für alle
Jugendlichen machbar ist, er durfte
sich ausprobieren und seinen Weg selbst finden. Schon
in jungen Jahren spielte das Fernweh in seinem Leben
eine große Rolle, und immer wenn er genug Geld
erarbeitet hatte, ging er auf Reisen. Meist zog es ihn
in südliche Länder, bevorzugt nach Spanien
oder Portugal „des Klimas wegen“, wie er
erzählt. Dabei kam ihm seine
außerordentliche Sprachbegabung sehr zugute.
Spanisch, englisch und portugisisch spricht er und es
fällt ihm leicht, auf Menschen zuzugehen. Schon
immer hat er sich für Elektronik interessiert,
gebastelt und probiert und künstlerische Objekte
geschaffen. Als „Künstler“ mag er
nicht bezeichnet werden, aber seine Lampen aus
Plexiglas sind wunderschöne Kunstwerke und jede
ein Unikat. „Aus der Not geboren“
lächelt der weltoffene, sympathische junge Mann,
„wenn man wenig Geld hat, muß man sehen,
wie man aus preiswerten Materialien das Beste
herausholt!“ Neben der Elektronik begeistert ihn
die Technik und hier vor allem die Veranstaltungs- und
Bühnentechnik. Auf seinem Weg zum
Veranstaltungsmeister besucht er in Lissabon die
bekannte Zirkusschule „Chapitô“ im
technischen Bereich. Er ist ein echter
Lebenskünstler, ein junger Mann, der seinen Weg
gefunden hat, der gerne arbeitet aber auch gerne und
intensiv lebt. Jemand, dessen Lebensweg nicht immer
geradeaus führte, dessen Umwege aber zu einer
Bereicherung seines Lebens beitrugen.
Linn Marx ist 1981 geboren und mit
ihrem Bruder gemeinsam in Lutterbek aufgewachsen. Schon
als Kind interessierte sie sich für das
Fotografieren und bekam in jungen Jahren bereits eine
einfache Agfa-Klick, mit der sie vorwiegend die
heimischen Tiere in und um Lutterbek fotografierte.
„Überhaupt hatten wir eine tolle
Kindheit“ erinnert sie sich lächelnd,
„wir konnten uns hier im Dorf austoben und hatten
viel Freiraum!“ Als Jugendliche hat sie schon
gerne bei ihren Eltern im Lutterbeker gekellnert, ein
Beruf, der
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ihr immer Spaß machte. Und
sie begann damit, Menschen zu fotografieren. Gesichter
faszinieren die liebenswerte junge Frau bis heute. Von
vielen Geburtstagen, Weihnachten und sonstigen Festen
gespart, kaufte sie ihre erste Spiegelreflex-kamera.
Kurz nach dem Abitur hatte sie bereits ihre erste
Foto-Ausstellung zu der sie sich die Rahmen selber
baute und auch die Organisation selbst in die Hand
nahm. Wie ihr Bruder ist auch sie von Fernweh
geprägt, also kaufte sie sich sobald als
möglich einen Bus, baute ihn für ihre Zwecke
und mit Hilfe ihres Bruders um, und machte sich auf die
Reise. Spanien, Italien und Portugal waren ihre Ziele.
In Granada hat sie eine Zeit lang gelebt und
gearbeitet. „Als Kellnerin bekommt man
überall auf der Welt einen Job“,
lächelt sie, „und dann kommt man auch wieder
ein Stück weiter. Natürlich hat sie
überall fotografiert, Menschen beobachtet und
ihren Horizont erweitert wie auch ihre
Sprachkenntnisse. In Schottland und Irland sind einige
ihrer eindringlichsten Fotos entstanden und im Laufe
der Zeit kamen auch Landschaftsaufnahmen dazu. Das
Liebste sind ihr aber immer noch ausdrucksvolle
Gesichter, aus denen sie mit ihrer künstlerischen
Fotografie jede Stimmung heraus arbeitet, und damit
jedes einzelne Bild zu einem Erlebnis für den
Betrachter werden läßt. Die vorgegebene und
„angesagte“ Kunstrichtung in der Fotografie
ist nicht ihre Welt, deshalb war die Kunsthochschule
auch nicht ihr Fall. Derzeit macht sie im
Lichtblickstudio, einem bekannten Porträtstudio in
Hamburg, eine Ausbildung und freut sich sehr
darüber, dass sie einen toleranten und
großzügigen Chef hat, der sie nicht in ein
Schema zu pressen versucht, und ihr viel
persönliche Entfaltungsmöglichkeiten
läßt. „In der Berufsschule lerne ich
unheimlich viel theoretische und technische
Fertigkeiten die mir bei der Arbeit sehr zugute
kommen“ freut sie sich und mit strahlenden Augen
erzählt sie davon, dass sie inzwischen sogar einen
Kurzfilm gedreht hat, der in Probsteierhagen
spielt, und der nicht nur im Rahmen der
Galerie-Vernissage am 3. November, sondern auch bei den
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Veranstaltungen zum 30. Geburtstag
des Lutterbeker mehrfach vorgeführt werden wird.
Eine Vielzahl ihrer ausdrucksstarken und
beeindruckenden Fotos werden zu sehen sein, die den
Betrachter veranlassen, sich mit Menschen
verschiedenster Herkunft zu befassen.
Christian Maurischat wurde 1978 in
Heidelberg geboren,
wuchs in Wendtorf auf und besuchte
in Probsteier-hagen und Kiel die Schulen. Die ersten
Erfahrungen mit Glas machte er sehr früh in der
Werkstatt seiner Mutter, einer Glasmalerin. Das Malen
faszinierte ihn weniger als das Material. „Beim
Blättern in Kunstbüchern und Magazinen
über Glaskunst und dem Besuch von Ausstellungen,
Museen und Kunsthallen bin ich dann auf massive Objekte
und Plastiken gestoßen. Das hat mich umgehauen,
so etwas wollte ich selbst machen“, berichtet er.
Er bewarb sich als Glasschleifer bei den
Glasfachschulen, die in Deutschland Glasschliff anboten
und ging nach Hademar a.d. Lahn zur Erwin-Stein-Schule.
Das Einschmelzen hat er teilweise in der Schule
gelernt, aber einen großen Teil seiner
Fertigkeiten hat er selbst ausgetüftelt. Seitdem
arbeitet er als freischaffender Künstler und
stellt traumhaft schöne Glas-Plastiken her.
Derzeit arbeitet er im Raum Münster, möchte
aber am liebsten so schnell wie möglich wieder in
die Probstei.
Unter diesem Logo haben sich die
drei jungen Künstler, die sich seit vielen Jahren
kennen, und die nicht nur die Kunst verbindet,
zusammengetan und stellen
ihre Werke im Lutterbeker
aus. Damit beginnt eine ganze Reihe
außergewöhnlicher Veranstaltungen mit 24
Künstlern an vier Veranstaltungstagen im
Lutterbeker vom 17. bis 20.11.05.
Am 4. und 5. November findet der
große Musik-Theater-Kabarett-Mix mit vielen
großen Stars, wie z.B. Queen Bee, Gerburg Jahnke
(Missfits) Cora Frost, Arnulf Rating u.v.m. eine echte
Geburtstagsgala als Dankeschön für 30 Jahre
Treue für alle Freunde und Gäste des
Lutterbeker.
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